Ergänzung von AIRA · nicht aus dem Vorgespräch

Der Ort, an dem Marcus die Hand am Steuer behält

„Automatisierungsgrad so hoch wie möglich" und „Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Ansteuerbarkeit" sind keine getrennten Anforderungen — die zweite ist die Bedingung für die erste. Ein Agent, dem man nicht zusehen kann, bekommt keine Rechte. Deshalb braucht jede Automatisierung einen Regler und ein Protokoll.

14
Automatisierungen aktiv
über alle Use Cases
312
Aktionen letzte 30 Tage
davon 289 autonom
9
Widerrufen
2,9 % · Zielwert < 5 %
4
Warten auf Freigabe
Marcus' Klick fehlt

Alle Automatisierungen auf einen Blick

Stufe pro Zeile änderbar — Wirkung sofort
UCWasStufeAktionenWiderrufenVertrauen
01Morning Briefing erstellen und zustellenL3 runter auf L1210
02Interne CC-Mails ablegenL32113
02Störmeldungen weiterleitenL3401
02Intern nachfassenL3182
02Extern nachfassenL1 Entwurf70
03Action Items aus Transkript ableitenL2312
03Aufgabenstatus fortschreibenL3440
04Terminbriefings erstellenL1261
04CRM nach Termin aktualisierenL2120
05Kontakt-Wiedervorlagen vorschlagenL190
06Markt recherchieren und filternL3
02Mail an Externe sendengesperrt0harte Grenze
01Zahlung / Rechnung freigebengesperrt0harte Grenze

Wie eine Automatisierung aufsteigt

START
Immer L1
Der Agent schlägt vor, Marcus entscheidet jedes Mal einzeln.
NACH ~20 BESTÄTIGUNGEN
Angebot auf L2/L3
„Ich habe das 20-mal so gemacht wie du. Soll ich das künftig selbst übernehmen?"
LAUFEND
Vertrauenswert sichtbar
Ausgeführt vs. widerrufen — die Zahl, an der man den Agenten misst.
BEI 3 WIDERRUFEN
Automatischer Rückfall auf L1
Ohne Diskussion. Der Agent fragt dann, was er falsch verstanden hat.

Not-Aus

Ein Schalter, der alles anhält. Kein Menü, keine Rückfrage. Alle L3-Automatisierungen fallen sofort auf L1 zurück, laufende Aktionen werden abgebrochen, nichts geht mehr raus.
Wiederanschalten einzeln, bewusst

Dieser Knopf wird wahrscheinlich nie gedrückt. Aber seine Existenz ist der Grund, warum Marcus dem System überhaupt Rechte geben kann. Das gilt genauso für den Aufzeichnungs-Kill-Switch in UC 03.

Briefing-Zustellung

Wann und wie das Morning Briefing ankommt — Einstellung, kein Inhalt
KanalMail 06:30 Teams
Längekurz · mittel · lang
TageMo–Fr
Am 27.07. beantwortet: Mail, früh, kurz. Marcus räumt das Postfach morgens unterwegs — Teams ist keine Alternative, 99 % läuft über E-Mail.
Nachvollziehbarkeit über alle Use Cases

Ein Protokoll, nicht acht

Jede Aktion jedes Agenten landet in derselben Liste — mit Zeitpunkt, auslösender Regel, Begründung und, wo möglich, einem Rückgängig-Knopf. Das ist die Buchführung des Systems.

ZeitUCAktionWeil
27.07. 08:1402Störmeldung [Objekt] → Betriebsführung weitergeleitetRegel R-01
27.07. 08:14022. Nachfassung Zählerstände an Betriebsführung11 Tage ohne Antwort
27.07. 07:2004Briefing für 11:30-Termin erstelltexterner Folgetermin
27.07. 06:3001Morning Briefing zugestellttäglich Mo–Fr
27.07. 05:1206214 Marktquellen gesichtet, 5 als relevant eingestufttäglicher Lauf
26.07. 17:45039 Action Items aus Jour Fixe abgeleitetTranskript verarbeitet
26.07. 09:0302Newsletter archiviertwiderrufen — enthielt relevante MeldungRegel gelernt

Wöchentliche Selbstauskunft

Jeden Freitag: Was habe ich getan, was hat es gespart, wo lag ich falsch, was schlage ich vor. Der Agent berichtet über sich selbst — wie ein Mitarbeiter.

Suchbar

„Was hast du am 12. Juni mit der Mail von [Kunde] gemacht?" — beantwortbar, auch Monate später.

Exportierbar

Falls jemand fragt — Revision, Datenschutz, Gesellschafter — ist das Protokoll vollständig herausgebbar.

Nicht verhandelbar

Was AIRA nie allein tut

Diese Liste ist der Vorschlag von AIRA und wird am Hackathon mit Marcus verhandelt und festgeschrieben. Sie ist bewusst kurz — je länger die Verbotsliste, desto geringer der Nutzen. Aber jede Zeile darauf ist eine, bei der ein Fehler nicht reparabel wäre.

Harte Sperren

Kommunikation nach außenKeine Mail, kein Brief, keine Nachricht an Externe ohne menschliche Freigabe. Entwürfe ja, Versand nein.
Zusagen & VerpflichtungenKeine Termin-, Preis- oder Leistungszusage im Namen von LAVA.
GeldKeine Zahlungs- oder Rechnungsfreigabe, keine Bestellung.
PersonalKeine Auswertung, Bewertung oder Zusammenfassung zu einzelnen Beschäftigten. Personalgespräche werden nie aufgezeichnet.
LöschenDer Agent löscht nichts — er legt ab, verschiebt und markiert. Verschieben statt Löschen.
RechtlichesKeine Vertragsunterzeichnung, keine rechtliche Bewertung als verbindliche Aussage.

Wo Marcus entscheiden muss

Zwischen „darf alles" und „darf nichts" liegen die interessanten Fälle. Diese vier gehören auf den Hackathon-Tisch:

Interne Mails sendenim Namen von Marcus an Kollegen — L3 vorgeschlagen
Ins CRM schreibenKontakthistorie, Gesprächsnotizen — L2 vorgeschlagen
Aufgaben zuweisenan Mitarbeitende, im Namen von Marcus — L2 vorgeschlagen
Termine annehmen/absageneigenständige Kalenderpflege — L1 vorgeschlagen
Der Maßstab für jede dieser Entscheidungen: „Wenn der Agent hier einmal danebenliegt — merke ich es rechtzeitig, und ist es reparabel?" Bei Ja: hohe Stufe. Bei Nein: Freigabe. Diese eine Frage ersetzt eine lange Richtliniendiskussion.